Viser opslag med etiketten Kinder sterben auch. Vis alle opslag
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fredag den 6. marts 2015

Pressefoto des Jares 2014 in Dänemark

Ich möchte gerne der Fotojournalist Martin Lehmann gratuliere, der heute in Kopenhagen zwei Preisen gewonnen hat. 
Beide Preise gewinnt er für das Bild von unser Tochter Rose: das Reportagefoto des Jahres und das Pressefoto des Jahres  2014.

Das Bild zeigt unser 5½ Jährige Tochter Rose, die Tod in ihren Bett bei uns zu hause liegt. Unser älteste Tochter, eine Freundin und zwei Grosskusengs stehen an ihr Bett und wollen sehen wie sie aussieht und wie ihre Augen aussehen. 



Es war heute ein Tag mit vielen Eindrücken von der Ernennung von dem Pressefoto des Jahres 2014. Martin Lehmann hat mit ein und dem selben Bild sowohl das Reportagefoto des Jahres und das Pressefoto des Jahres gewonnen. 

So viele Menschen haben gesagt, dass das Bild einen unauslösliches Eindruck auf sie gemacht hat. Ja, überhaupt alle die Bildern und die Erzählungen von Rose die durch den Jahren gemacht worden sind. 

Die Bilder, die Martin Lehmann von Rose durch den Jahren aufgenommen hat, wurde aus den Wunsch geboren, zu mindest ein gutes Bild von unser Tochter zu haben. 
Als ich mit ihr Schwanger war, wussten wir nur, dass sie einen von den schwersten mitgeborenen kronischen Herzfehlern hatte. Wir wussten auch, sie konnte früh sterben. 
Und da wir schon damals Martin durch mein Arbeit kannten, haben wir ihn gefragt, ob er dieses Bild von Rose machen wollte, nachdem sie geboren wurde. 
Dieses einen Bild hat mehrere mit sich gebracht und Martin hat uns in Zeiten mit rauf-und-runter in Roses Leben gefolgt. Und hat dabei eben Bilder aufgenommen. 

An den Tag wo Rose gestorben ist, haben wir sie mit nach hause in unser Wohnung genommen. Dort lag sie zwei Tagen und Freunden und Verwandten hatten die Möglichkeit sie ein letztes Mal zu sehen und ade zu sagen. Auch Martin. - Und Martin hat ja halt immer sein Fotoapparat dabei.

Es gibt einige, die wundern sich, weshalb wir das Bild mit Rose veröffentlichen. Das Bild, wo sie im Bett liegt und die anderen Kindern dabei stehen und sie berühren. 
Es ist OK, sich zu wundern.  

Dazu möchte ich sagen, dass dieses für mich nur ein Augenblick von vielen ist. 
Mit Rose gab es so viele Augenblicke: als sie geboren wurde, als sie mit Lara blödsinn machte und ihr in der Nase gebissen hat, als sie versucht hat hupfen zu lernen, als sie lange Spazierengänge gemacht hat mit schweren Pusten. 
Oder wenn sie ihr Medizin vor den OP's bekommen hat und deshalb ziemlich besoffen war aber auch sehr lustig! Oder als sie ihr Herzversagen hatte und wir nicht wussten wohin und mit was. Oder wenn sie wieder ihr Land zurückerobert hat und eines Tages mit dem Finger auf den Bär zeigen konnten weil sie wieder sehen konnte. Oder als sie ein anderen Tag ihr 'a' in einen 'o' geändert hat und 'Mor' (in dänisch = Mama) gesagt hat anstatt 'Ma'. 

Es sind alle Augenblicke die es in dieses Bild gibt. 
Und alle diese Augenblicke sehe ich drinn. 

Aber selbstverständlich sehe ich auch, dass mein kleines Mädchen so Nahe an den anderen Mädels ist, aber mit alles zu Unterschied: die eine befindet sich in dem Tod, die anderen befinden sich im Leben. 

Aber immer noch, ich finde sie hübsch. 
Unfassbar hübsch.

fredag den 25. april 2014

Abschied in der Todesbett

Um 9 Uhr haben wir erfahren, sie stirbt heute (21. April).
Der Herzkardiolog hat es gesagt: er meinte, dass Rose auf ihren Weg von hier weg wäre. Monaten, Wochen, Tagen konnte es dauern. 

Die Krankenschwestern hatten gemeint wir hatten bis in der Nachittag Zeit. Und ich dachte: wir haben alle Zeit der Welt!
Aber auch dachte ich: muss jetz schnell schaffen, denn wir wissen nicht wie lange. Um 10.20 starb sie.

Rose sass bei mir und ich habe gedacht: Es gibt jetzt Sachen die ich nie wieder Rose sagen kann. 
Und ich erzählte, sie war so toll gewesen, tüchtig und sehr stark gewesen. Dass wir sie lieben und immer lieben werden, dass sie hübsch und besonders war.
Dass sie ohne uns los musste, aber dort wird sie nicht alleine sein. Die Oma wäre da und ein Kuseng. 
Jesus und den Engeln. 
Dass ihr kleines halbes Herzlein dort ganz und heil wird.
Dass wir sie unheimlich vermissen werden.
Habe gelächelt und geweint.
Sie hat es verstanden, so denke ich.
Alles war da
alle Gefühle die es gibt
Gleichzeitig. 

Jacob kam. 
Lara kam.
Deine Schwesterle kann jetzt nicht leben. Sie stirbt heute.
Wie sagt man das?
Man sagt es halt...

Alle haben wir geweint aber auch ein bisschen geredet. 
Rose hat A-da gesagt. Einatemete. Hat sich gestreckt. 
Und war fort. 
Man sah es. 
Sie hatte uns verlassen, leise raus aus dem Raum, kaum haben wir es gemerkt.
Auf ihren Weg zum Sommergarten.