Viser opslag med etiketten Trauerlandschaften. Vis alle opslag
Viser opslag med etiketten Trauerlandschaften. Vis alle opslag

torsdag den 20. august 2015

Zwei Spuren - mit Bild

"Am Samstag wäre Rose 7 Jahre alt gewesen".
Und dann verstehe ich es erst richtig;
Rose. Wäre. Gewesen.

Auf meinem Fahrt mit dem Fahrrad zur Arbeit folgt mir 
Erinnerungen, Trauer. Ich vermisse. 
Und die, die es sehen, wundern sich.

Ein Leben in zwei Spuren: eine für Rose und eine für uns.
Ich gehe auf Besuch in ihre Spur.
Und für einige Augenblicke nehme ich sie mit in meiner Spur.

Verbinde sie mit uns, 
in Gespräche mit denen, die Lust haben, zum Teilen oder zum hören
- vielleicht zum ersten Mal. 
Verbinde sie mit uns,
wenn wir Bilder anschauen und Erinnerungen teilen.
Was denkst du, Rose hätte jetzt gemacht?

Oder wenn wir in dem magischer Garten Roses
schlaue Wolken finden, 
dobbelte Regenbogen bewundern, 
Eichhörnschen und Vögel sehen

Und wir einigen uns,
dass Rose wohl am Spiel ist.



mandag den 20. april 2015

Zwei Gedichte - zum erster Jahrestag.

Besonderer Nacht, 
wo die Gedanken zurückkehren,
zurück 
an die Zeit, wo wir nicht wussten, 
dass du dich auf den Weg machtest. 
Ich denke daran, dass wenn ich mein Leben 
nochmals leben konnte,
würde ich...
würde ich all das sehen, was du sehen konntest.
Ich würde auf alles glauben.
Auf viel mehr als alles.
Denn zum Glück glaubte ich oft an alles, wenn es zu dir kam.
Aber konnte ich, würde ich an noch mehr glauben. 

***

Kleines Mädchen,
es passiert, dass ich dir Nachts in meine Armen halte.
Ich habe dich auf dein Bett so richtig nett hingelegt,
und morgens
den Gewicht deinem Körper in meinen Armen gespürt. 
Oft kannst du mehr.
Ich habe gesehen, wie du herumgestolpert bist. 
Du bist in mein Bett hinaufgeklettert,
oder du bist dem Auto hinterher gesprungen, 
als wir von dir weggefahren sind. 
Du hast gelacht. 
Ein Nacht haben wir der Boden in deinem Sarg vergessen.
Lara sagte: wäre es bloss so. Dann wäre Rose immernoch da. 

søndag den 8. marts 2015

Erinnerungen in einem Sonnenstreifen


Kleines Mädchen, du hast geliebt, geküsst zu werden, herumzutoben und blödsinn zu machen.
Kleines Mädchen, du warst so stolz, wenn wir sagten: du bist die beste, Umarmungen zu geben. Denn das warst du!

Lange her, als du zwei warst, kamst du mit kleinen schnellen Schritten und wollte hinauf und hast die beste, wärmste und liebevollste Umarmung in der ganzen Welt geliefert. 
Du konntest das wieder in dein letztes Lebensjahr: das Umarmen.
Aber ohne die gleiche Kraft wie damals. 
Trotz steife Armen und mit zu wenig Kraft, war ich nie im Zweifel, dass du der Weltmeister von Umarmungen warst!
Und Küssen! Mit offenen Mund und mit Mundwasser.
Du hast gelacht.
Und dein AHMM, als wir über's Essen geredet haben. Und dabei hat dir schon alleine die Gedanke über's Essen geschmeckt. 

Wenn wir heute über dir reden, dann erinnere ich mich am schnellsten an dieses AHMM! Ich kann es noch hören: AHMM!
War aber der Ton nicht ein bisschen schneller? War der Druck nicht ein bisschen anders?

Erste Mal, als ich entdeckte, du konntest wieder sehen. Oder der Augenblick, als ich dachte: wenn jemand wieder das Gehen lernen wird, dann wird es dich sein. Ich weiss noch wo ich war und was du mit deinem Körper gemacht hast, damit ich wieder gewagt habe ganz wild zu träumen.

Erinnerungen sind zu flüchtig. Man glaubt man hat sie. 
Dennoch entfernen sie sich.
Nicht mit bastanten Schritte, gewaltige Geraüsche oder Türen zusammenschlagen.
Sie treiben halt weg.
Federleicht. Man bemerkt es kaum.
Sie treiben weg und sie treiben hinein.
Hinein in das Herzkämmerle,  dort in der Seele wo die Erinnerungen unscheinbar vorkommen. Undeutlicher als sie damals waren, als der Geliebte noch da war. 

Dort wo sie von der Körper deutlich und undeutlich erinnert werden.
Wie ein Atmen im Luft, ein schwacher Nachschein, ein Schatten,
von etwas wertvolles, etwas was man nicht verlieren möchte.
Unmöglich festzuhalten.

Als wenn man versucht
die Staubkörner in einem Frühlingssonnenstreifen
festzuhalten.

søndag den 2. november 2014

Allerheiligen.

Tag der Toden.
Der Tag fiel mitten in den Vorbereitungen von unseren dritten Umzug innerhalb 15 Monaten: dies mal an genau selben Tag wo wir letztes Jahr umgezogen sind. 
Damals mit Rose zusammen. Jetzt ohne sie. 
Heute wollten wir nichts in Kartons packen, nichts sortieren und überhaupt nichts mit Umziehen zu tun haben. 
Die heutige Tag war Roses Tag. 

Tag der Toden.
Ein Freiraum für jenen, die nicht länger da sind und für uns das mit anderen das teilen was jetzt ist. Das Nu, das es nur in dieser Zeit gibt und deshalb eine besondere Zeit.
Eine heilige Zeit?
Weil wir sie jetzt am deutlichsten erinneren und weil die Ritualen 
jetzt geboren werden, die uns an unser kleines Mädchen erinnern sollen. 

Tag der Toden.
Die grosse Schwester hat das feinste Kürbis geschnitten. Und wir haben Blumenzwiebeln in der Erde gesteckt. Zwiebeln, die in allerschlimmste Kälte und im dunkelsten Zeit uns etwas über neues Leben versprechen sollen. Jedes Zwiebel seine Zeit. Gesprächen werden geboren.
Und wir haben Kerzen angezündet. Und einen Königsstuhl von all den Herbstblättern die gesammelt sind. Und es hat viele. 

Tag der Toden.
Wäre ich heute nicht in der Gottesdienst gewesen, wäre es als ob ich mein Kind alleine hingeschickt hätte. Ihr Name wäre ja ausgesprochen. Sie wäre anwesend.
Rose - und alle den anderen. 
Dort sitzen andere trauernden, mit Namen von Toden die genannt werden. 

Meine Gedanken mischen sich mit die Worten aus der Kanzelei und die Psalmen von Die grosse weise Schar oder von Das Licht, das auf die Küste landet.
Im eigener Tempo suche ich den Ecken den starksten Gefühlen und etwas womit ich den Augen trocknen und die Nase putzen kann: Roses Leben von 0 bis fast 6 im einzelnen Blicken: zur Fuss, im Rollstuhl. Möglichkeiten, Unmöglichkeiten. Am Leben. 
Ihr Sarg mit ihr innendrinn. Hier in diesem Raum, mit ihr.
Ich weine. 
Ich rede ein bisschen zu ihr. Ein bisschen mit ihr. Wie kann man das?

Tag der Toden.
Seit die Beerdigung war es schwieriger in der Kirche zu kommen. Ich werde schnell überwäldigt. Ich werde müde. 
Heute hier zu sein, war mir wichtig. 
Vielleicht ist das Schwierige wichtig, um wieder heil zu werden. Heil, anders wie vorher.
Es ist ein schwerer Tag. Aber auch einen Tag, die ich gerne durchleben möchte. 
Nicht mit Hass zu diesen Tag.
Sondern um da zu sein, wie ich halt bin. Um Platz für Traurigkeit und Tränen zu geben. Da zu sein, halt so.

Tag der Toden.
In Novemberdunkel einen Tag der Lichter, wo wir unseren Gräbern mit Kerzen und hoffnungsvolle Blumenzwiebeln anziehen, mit den letzten Farben des Jahres und mit Tannenzweigen die der Erde warmhalten sollen, wenn es kalt wird. 
Und wir sagen es zu einander. Das worüber es schwierig ist zu reden. An diesen Tag ist es möglich. Möglich unseren Lebenswegen mit einander zu teilen. Wir sprechen es laut aus, denn es ist zu schwierig es alleine zu tragen. 
Alleine müssen wir den Tod anschauen. Alleine solten wir den Tod nicht anschauen. Ein Paradoks. 
Und wenn wir es zu einander sagen: dass ich weiss du trauerst, dann sagen wir es den Himmel. Und wir hoffen, das der Himmel zuhörst.
Und wie ist es jetzt auf die andere Seite, ob sie da auch mithörst? In ihr eigener Weise...
Wer weisst es...


søndag den 12. oktober 2014

Wo ist jetzt die Brügge?

Ich bin verreist.
Von dem Land verreist, das ich kenne, wo ich die Sprache rede und die ganzen tun und lassen kenne.
Ich bin verreist, weil ein Ticket plötzlich da war.

Hier an der neue Ort weiss ich überhaupt nicht, wie ich mir benehmen soll. Wie spricht man hier und wie begrüst man sich? Wie lange bleibt man stehen, sitzend und wann weiss ich, wann ein Gespräch in diesem Land fertig ist?
Gibt man sich den Händen?
Schaut man sich in den Augen?
Oder ist es am höflichsten rückwärts aus den Türen raus zu gehen?

Hier reden sie über andere Dinge als die worauf ich denke. Und ich weiss nicht, wie ich die Brügge finde, die mir zurück bringt oder mein Welt mit ihrer Welt verbindet.

Alles ist anders als bevor ich verreist bin.
Alles in mir ist anders: Der Körper, die Gedanken, was ich fühle, was ich denke das ich glaube.
Meinen Form kenne ich nicht mehr.
Gibt es hier einen Dolmetscher?

Soll ich jetzt etwas sagen? Lächeln oder weinen? Soll ich ihnen fragen, wie es geht, einfach schreien oder mich umdrehen und ohne Worte weitergehen nach einen höflichen Kopfnicken?
Die Welt ist anders.
Oder eher.... etwas ist anders. Weiss nicht wer oder was.

Ich habe jemanden getroffen, der sagen konnte: - Jetzt sitzen wir wieder hier, wie wir um dieser Zeit beim Geburtstag immer tun. Und wir vermissen Rose. Sie sitzt ja immer dort in ihrer Stuhl. Aber jetzt nicht.

Ja, zum Teufel! Wir vermissen sie saumässig! Beschissen, dass sie weg ist! Heulet mit und erzähl, dass sie nicht länger bei uns ist.
Dort ist meine Brügge.
Brügge zurück in die Welt. 

lørdag den 4. oktober 2014

Hier-und-jetzt-Tagen.

Es gibt Tagen mit Leichtheit und die ganze Welt. 
Dagen mit Schwermüdigkeit und halbes Leben.
Es gibt Tagen mit Gefühlen voller tiefe, tiefe Einsamkeit.
Keiner ist zuvor hier gewesen und keiner kann mich hier finden. 

Es gibt Tagen mit OK und ich freue mich über Dinge die leichter geworden sind.
Es gibt Tagen mit Ideen und Hoffnung, Aussichten und Zukunftspläne.
Es gibt Tagen ganz ohne. 

Es gibt Tagen, wo ich geniese, dass mein Kind nicht behindert ist. Es gibt Tagen, wo ich Kinder im Rollstuhl vermisse, Kinder mit Körpern die hoppft, zusammenklappt, nicht können oder zum Trotz können.  Kinder, die gegen alle Vernunft oder mit enormer Willensstärke doch tun.
An solschen Tagen
ist es, als ob die normalen, die gesunden und diejenigen, die ihren leichtes Leben haben, als ob sie nicht richtig dazu zählen.

Es gibt Tagen mit Leere, mit Aufgeben, mit Zusammenreisen, mit Aufstehen und Hinlegen.
Es gibt Tagen mit kann - Tagen mit muss.
Es gibt Tagen, da darf ich. Und Tagen mit 'so ist es halt'. 
So ist es halt heute. Gerade jetzt.


søndag den 28. september 2014

Wenn es kein Zeit für's Abwarten hat.


Als wir erfuhren, dass Rose ”sehr wohl auf den Weg von hier weg sein könnte”, war meine erste Frage: wie lange Zeit haben wir? Ihr Kardiolog meinte, es könnte ”Tagen, Wochen oder Monaten dauern”.
Bloss nicht Monaten, dachte ich. Keine Monaten. Das schaffen wir nicht. Nur nicht Monaten!
Dann ging er raus und hat Formalia wegen die dosen von Morfika geklärt.
Zwei Krankenschwestern sind reingekommen, und ich habe gefragt: wie lange Zeit haben wir noch?
- Bis heute Nachmittag, meinten sie.

DANKE! Dann haben wir aller Zeit in der Welt! Dann haben wir Zeit für's wichtigste.
Ich musste Rose ade sagen.
Musste sie erzählen, dass es gut gewesen war, dass sie hier war.
Ein schönes Mädchen. Das ich sie vermissen würde. Aber auch, dass sie gehen durfte. 

Dass sie die anderen hälfte ihres Herzes finden wollte. Dass Oma dort war, wo sie jetzt hinging.
Dass es dort ein kleiner Kuseng gäbe, an den wir nicht die Name kannten, aber dass sie es erfaren wurde.
Das es dort Engeln gäbe. Das Jesus dort ist. Dass wir sie vermissen würden. Dass wir sie liebten.
'Wir' wurde zu 'Ich': Ich liebe dich kleine Rose. Es war gut, dass du hier warst.

Ich weiss nicht ob ich das alles genau so sagte.
Das was ich nicht sagte, hat mein Herz zu ihre gesagt.

Letzte mal, damals in 2011, wo wir sie fast wegen der Herzstillstand verloren haben, da hatte ich auch in der Nacht vorher dieses Gefühl, sie konnte sterben.
Aber ich habe es nicht gewagt laut auszusprechen.
Ich habe es Jacob nicht gesagt. Oder Rose. Auch nicht den Krankenschwestern.

Es gibt vor gewisse Wörtern eine Barriere.

Man sagt ja nicht seinen Kind, ich glaube du stirbst jetzt.
Vielleicht denkt sie, ich will sie los werden? Oder sie kriegt Angst? Vielleicht hatte ich auch Angst, dass meine Wörter es verwirklichen wollten. Dass sie davon sterben wollte.
Und was nun, wenn sie dann nicht sterben würde? Dann hatte ich so einen Quatsch gesagt. 
Deshalb habe ich es nicht laut gesagt.
Aber einen Freundin habe ich einen Sms geschrieben. Ich wusste, sie war in der Nacht wach. Ich war nicht mit meinen Furcht alleine. Sie war bei mir, dort in den Sms.
Und auch wenn Rose nicht in 2011 starb, dann war es doch ziemlich nahe drann. 
Und ich dachte: ein anderes Mal, muss ich es tun.

Jetzt in diesen Osternnacht, dachte ich kurz, dass ich mein sterbende Kind pflege. Es war Okay. Es ist gut dass ich bei mein sterbendes Kind zu sein.
Aber ich habe mich nicht zugetraut Jacob anzurufen. Ich spinne wohl, dachte ich. 
Es gibt diese Barriere vor gewissen Wörtern!

In meinen Tagebuch schrieb ich: so muss es wohl sein, sein sterbendes Kind zu pflegen.
Und die Gedanke war OK. Die Gefühle dabei waren OK.
Dann habe ich mich wieder hingelegt. Denn wer am Sterbebett Wacht hält muss auch ruhen. 

Rose hat mich geweckt. Guten Morgen, Blumchen!
Der Tag fing wieder an. Das Leben war da. Wir hatten etwas zum schaffen.
Aber als der Artzt sagte, ich glaube.... Habe ich gewusst, dies mal muss ich es ihr sagen. 

Und im Grunde ist es gnädig zu seinem Kind ade und danke sagen zu dürfen. Auch wenn es viel zu früh ist!



søndag den 21. september 2014

Septembers Himmel hat so vielen Farben.

Ich befinde mich wieder ein kleins bisschen länger als einen Augenblick in den Stunden an den Tag, wo wir verstanden haben,dass wir Rose wirklich nur für kurze Zeit geliehen haben.

In 5 Monaten haben wir jetzt über sie im Praeteritum Tempus gesprochen. - Wie sie war.
Wir anderen sind hier in Praesens. Wir sind.

So lange waren wir auf dauer wie vorgespannter Pferden. 
Die ganzen Zeit bereit Feuer zu bekämpfen und Notsituationen zu bewältigen. Es ist schwierig das wieder wegzulassen, dieses Feuerbekämpfen und Gefahren zu überstehen.
Wer hat das vor uns gemacht? Bei wen können wir einen Meisterlehre machen? So etwas musste es geben: Meisterlehre für Familien, die lange in den Feuerzonen gelebt haben.

Neulig habe ich wieder den ganzen Briefen und Emails gelesen, die in den Tagen und Wochen danach bei uns ankamen.
Da liess sich die Trauer in unbeschreiblicher Scmerz und Sehnsucht durchweinen. Erlösung.

Vermisse so tief. Trauer. Wie einen Messer.
Und wundere mich.
Dass so ein kleines Maus sich in so kurzer Zeit in vielen, vielen Herzen sich so viele Spuren hinterliess.
Ich werde biege mich.
Und freue mich, dass sie unsere war.
Aber es tut mir so furchtbar leid, dass wir sie nur so kurz liehen durften.


torsdag den 21. august 2014

Einen Menschen zu sehen

Heute sind es 4 Monaten seit Rose starb.
Morgen wäre sie 6 Jahre alt gewesen und wir waren an der Friedhof mit guten Freunden zusammen. 
Lara und ich haben diese hübsche Herz mit einander gemacht.
Und für's erste mal finden wir selber, dass es sehr schön geworden ist.

'
Montag war ich auf Rigshospitalet um mit der Psychologin zu sprehen, die uns durch den vielen Jahren gefolgt hat. 

Heute war ich bei der Pfarrerin.
Dort, haargenau als die Welt 10.20 Uhr passierte, war es das heiligste Zeitpunkt des Tages: Rose ist um die Zeit am 21. April gestorben. Und dort habe ich die letzte Geschichte Roses zu einen Menschen erzählt, der darauf gewartet hat. 
Ich habe nie daran gedacht, dass mir einen bestimmten Zeitpunkt so wichtig wäre. Und gut war es, nicht alleine zu sein.

Sich in Gedanken dorthin zu bewegen, wo die innere Bildern, die Gefühle und der Körper war, damals in dn Stunden, wo Rose einen Schridt zur Seite getreten ist und sich alleine im Richtung Sommerfeld begeben hat.
Und obwohl ohne uns, war sie nicht alleine. 
Denn jemand hat sie abgeholt und sie dorthin getragen, wo wir sie nicht länger tragen können. 
Darauf hoffe ich. 

Immer waren die Gesprächen einen wichtigen Teil meines Krankenhausleben mit Rose. Kann auch sagen, das Krankenhaus meine Terapeut oder Seelsorger war...
In den ersten Jahren ihres Lebens mit unmengen von Kontrollen bei Ärzte und Herzkrankenschwestern im Erdgeschoss, Blutproben im Kinderabteilung, Übungen und Untersuchungen bei Fysioterapeutin, Ergoterapeutin und Diätistin im Keller und die Gesprächen mit der Psychologin oben im Haus. 

Anderen sind dazu gekommen nach ihren Herzstillstand: anderen Sonderbereichen, anderen Ärzten, anderen Socialratgebern, anderen Irgendjemand.
Da haben wir mal versucht die alle aufzuzählen - zwischen 17 und 35 waren zur bestimmten Zeitpunkte die wichtigsten Leute (auser uns...) in ihren Leben...

Als wir nach der ersten Krankenhausaufenthalt nach hause kam, bin ich am Anfang jede Woche auf Rigshospitalet gewesen. Und jedesmal musste ich auf die Intensivstation und der Kinderherzabschnitt vorbei, um die Menschen zu treffen, die ihr in den vielen Monaten betreut haben. 
Die haben sie und uns dort kennengelern, wo uns sonst niemand gesehen haben: als sie mehrmals nahe drann war zu sterben, als sie sich die Släuchen rausgezogen hat, als sie wieder und wieder versucht hat das Atmen zu lernen.
Dort wo das Leben in Mikrogrössen gemessen wird ud wo es sich innerhalb Fraktionen von Sekunden ändert.
Die haben ja mehr Zeit mit Rose verbracht als unser engste Verwandshaft oder Freunden.

Weshalb haben sie mir zugehört, mit mir die Tränen gezählt und die Tashentücher gespendet? Sie hätten ja sagen können: geh zu dein Artzt, deine Psychologin oder zu den Patientenorganisationen, denn ihr seid ja jetzt nicht mehr im Krankenhaus, und jetzt sind anderen drann. 
Jetzt gibt es anderen Patienten mit Angehörgie in unseren Lokals. Das haben sie nicht getan.

Ich denke an den Gesprächen und den Menschen dort als meine Lebensnerven, die mir Tag für Tag, Woche für Woche, Lebensschridt für Lebensschridt meine Lebensfähigkeit wieder zurückgegeben haben. 

Diese Stimmung habe ich wieder in mir: dass ich Zurück muss. Um einen Stück von Rose wieder zu teilen.

Bei der Geburtsarzt habe ich von der Lebensabschluss Roses erzählt. Die letzte natürliche Bericht ihres Leben, dachte ich. 
Wir haben uns verabschiedet. - Komm mal wieder. Ich möchte gerne wissen wie es euch geht...
Auch der Neuropädiater wollte wissen was geschehen ist: er hat uns in 2011 kennengelern, als Rose in ihren Dornröschen-eksil lag: mit schweren Hirnschaden nach hingen, in der mitte und ein bisschen auch nach vorne.
Die Herzkrankenschwester hat sich auch Zeit gegeben, nachdem sie ein paar Anrufen an anderen Eltern und einen Artzt gemacht hat: - Wie geht es euch?

Immer denke ich, wie können sie für mich Zeit haben? Und sie werden an der Telefon gewünscht, müssen zwischendrinn Antworte oder Kurven anschauen, sie müssen kurz raus oder sonstiges. 
Aber kehren zurück. Und wollen wissen. 
Und früher immer einen Spässle mit Rose und so gross und tüchtig du jetzt bist, Rose!

Ich nehme meinen Hut ab. 
Und es gibt sicher einen Krankenhausfinanzeksperten, der sagen würde: aber mit Ihnen sind wir ja schon fertig! Da müssen Sie sich schon woanders herumwurzeln!
Denn für's Lädele muss es ja rentabel sein. 
Hier müssen anderen Kinder geboren, operiert und kontrolliert werden, hier müssen anderen Gesund werden, Herzstillstand kriegen und zurück ins Leben geholt werden. 
Aber wenn sie für mich nicht diese Löchele gehabt haben, mit Platz, Herz, Zeit und leises Zuhören  - dann weiss ich nicht wie es bei mir gegangen wäre.
Oder wie es meinen Verstand und Seele heute gehen würde. 

Und was kann ich anders als DANKE sagen?

lørdag den 12. juli 2014

Auf Flügeln des Schmetterlings.

Es ist gesagt worden, dass nichts kann dich zerstören, wie wenn du dein Kind zum Grabe tragen muss. Und dann habe ich gedacht: aber mein Kind ins Leben weiter zu tragen, wenn sie alles verloren hatte und von vorne anfangen musste, ohne zu wissen wieviel sie sich wieder zukämpfen konnte, das wäre schlimmer. Schlimmer wie wenn ich sie zum Grab tragen musste.
Das habe ich gedacht. Das so wäre es in meinem Leben. 
Und ich denke es immernoch. 
Auf jedenfall im Moment.
Die meisten von meine unbeantwortete Fragen und unzerlöste Gefühle liegen dort. Dort wo sie ihre Gehirnschaden bekommen hat und so viel verloren hat.
Vielleicht weil als wir Rose wegen der Gehirnschaden verloren haben, war es wie ohne Ende, und das andere hat uns doch die Antwort auf wie lange gegeben...

* * *
Der Schmetterling im warmen Zimmer, 
wo die Sonne Staubwegen von winzig kleine tanzende punkte macht. 
Kreuz und quer schmettert er
in alle Ecken  und mit voller Kraft.
Bis weiterhin ins Zimmer.
Wie auch ich
im Trauerraum meines Lebens,
fliege ich herum auf gut und Glück, finde Ruhe und lasse nochmal los. Fliege herunter und lasse meine Flügel fallen.
Schüttele sie und fliege quer durch meinen Staubweg
von kleinen Körner von Erinnerungen oder sonstiges. 
Fliege weiter und bin halt Schmetterling.
Das Fenster ist offen. 
Aber jetz bin ich halt hier im Raum. 



søndag den 29. juni 2014

Beyond Beyond - Johan und der Federkönig.

Im frühen Frühjahr sah ich einen Vorfilm von des dänischen Films Beyond Beyond - Johan und der Federkönig von Esben Toft Jacobsen und ich dachte, diesen Film muss ich mit Lara sehen. 

Im Film treffen wir der Hasenjungen Johan, der sich mit seinem Vater auf einen Kutter auf dem Meer vor dem Federkönig versteckt. Der Federkönig hat einige Jahren vorher Johans Mutter in sein Reich entführt, denn dieser entscheidet wann Hasen sterben müssen. 
Johan dagegen möchte gerne der Federkönig finden, denn er will seine Mutter finden, egal was alle Regeln sagen.


Die Jahren hindurch habe ich oft nach Möglichkeiten Aussicht gehalten, um eine art gemeinsames "Lebensgepäck" für Lara zu finden. Gute Erzählungen, Gedanken, Bücher und Filme, die zu Gesprächen und einen Platz in der Seele führen könnten. Etwas, das sie gebrauchen konnte, wenn Roses Tod irgendwann in der Zukunft näher kommen würde.

An Karfreitag kam die Zeit und die Möglichkeit, und Jacob blieb zuhause bei Rose und wir konnten los ins Kino. 
Die Zeit in ihrer eigenartiger Art und Weise hat die letzten Tagen von Roses Leben anders gestaltet und das Zukunftsgepäck von Lara mussten wir viel schneller aufmachen, als wir es gedacht hatten. 

Die Tagen nach dem Film haben wir über viele Fragen geredet: Was war mit dem Seemann und hat Johan seine Mutter gefunden und was dann? Und findet man die, die man kennt, die gestorben sind? Weshalb wollte er alles ändern? Aber es ist ja gut, dass er die anderen Hasen zu denen gebracht hat, die schon gestorben waren. 
So viele Fragen und man wird ja nie fertig!


Aber Kinder sollen doch nicht solche Filme anschauen?
Wenn das Thema so fein behandelt wird. Wenn es zu den Herzen von Kindern wie auch von Erwachsenen und zu die Fantasie so fein spricht. Wenn der Film so viele Fragen in der Welt erstellen kann und man kann es aushalten wieder zurückzugehen, dann finde ich, sollen sie es mit uns Eltern anschauen. 
Egal ob wir wollen oder nicht, dann wohnen die Fragen in unseren Kinder. Und sie brauchen so sehr, dass wir es wagen mit ihnen darüber zu reden. 



Verschiedene Trauertage.

Tage voller praktischer Aufgaben. 
Rose schön ankleiden und ihr Bett schön machen. Beerdigung arrangieren. 
Leute anrufen: sie ist gestorben.
Einzelgrab oder Familiengrab?
Wie kann ich das entscheiden? Wir sollen doch noch lange leben!
Urne oder Sarg?

Wie geht es mit Euch? Was ist mit Lara? Es muss für Euch schwierig sein...
Hmm jaaa... es geht.
Hmm jaaa... wir sind nicht auseinander gefallen. Ich bin nicht kaputt gegangen.
Und doch bin ich.
Leer.
Ruhelos.
Was ist jetzt?
Ballanciere.
Ich kann mich auch über etwas freuen.
Und ich weine.
Und bin müde. 
Und wünsche mir, ich könnte verschwinden. Aber ich muss bleiben. 
- Mama, wenn ich in der Himmel komme, dann möchte ich mit Rose spielen. 


Heute ist der bester Platz unter meinem Bettdecken.
Weil ich Rose vermisse und die Trauer presst und will ihren Platz haben.
Weil es hier Leere und Ruhelosigkeit gibt. Und irgendwas in mir will etwas, aber was?
Jetzt kommt Lara nach Hause und wir können die Zeit irgendwie rumbringen. Wir gehen ins Kino und der Tag ist vorbei und wir können schlafen gehen.

lørdag den 21. juni 2014

Tagen die einander durchqueren

Nun sind zwei besondere Tagen auf einander zugestossen, und wir schauen zurück und begrüssen noch einmal was wir durchlebten.

Heute, am 20. Juni, in die frühen Stunden, als die Nacht sich in den Tag verwandelte, war ich in den Nacht in Juni 2011 zurückwo die Minuten und die Stunden sich wie Schnecken bewegt haben. 
In der Nacht wo ich die irsinnigste Grenze überschritten habe und einen Freundin schrieb: ich glaube mein Kind kann wegen dieses sterben. 

In der Morgen wo kein magisches Denken geholfen hat. Wo es mir nicht geling, die Ärzte schneller durch Kopenhagen zu Rigshospitalet zu bringen. Denn die Kraft des Denkens hat die Verkehrsampeln nicht dazu bringen können, Farben zu weckseln, 
Wo das was andere bevor mir gesagt haben, Sinn gab - aber eigentlich erlebt man es selten: dass die Zeit stehen blieb. 
Ganz ohne Bewegung. 

Und ich versuchte sie wieder im Gang zu setzen.
Versuchte die Zeigern schnell der 7'er vorbei und ganz zum 8, damit sie mein Kind retten konnten. 
Aber Nichts schien zu geschehen.
Alles wurde leise und Nichts hat geantwortet. 
Es gab Nichts in der Leere wo ich lautlos geruften habe. 
Jemand hat Wolle in mein Mund gestopft und die Lauten waren verschwunden und nicht zu hören. 
Mein Kind stirbt.
Mach irgendwas.
Stirbt sei wegen dies?
Sie ist so blau? Viel zu blau.


Und der Film ist aus die Spule gefallen....slirprrhrr slirprrhrr slirprrhrr. Und jemand hat sie wieder reingelegt. Jemand hat die Zeit wieder in Bewegung gesetz. Man hat wieder hören können. 
Jemand hat gerufen: das Kind muss ventiliert werden!
Und fort war sie, wurde zur Intensivstation gebracht. Hat mich in den Augen geschaut. Was geschieht?
Aus ihren Mund kam nichts.

Das Leben in ihren Augen war noch da. So voller Angst. 
Mama! Was ist?
Dann ist sie hinter den Glastür verschwunden.
Und sie brachten uns Bescheid, dass Rose einen Herzstillstand erlitten hatte. Und wir starben. 
Und die Klarheit in ihren Augen war weg.  Und langer langer Zeit verblieb sie unklar

Das Leben mussten wir wieder hervorgraben. 
Einen Bissen nach den anderen müssten wir miteinander dieser enormer Elefant essen. 
Und der Herzstillstand und das was folgte war so.... so.... ganz anders... so... so....

*     *     *

Morgen sind es 2 Monaten her seit Rose gestorben ist, auch deshalb wandern die Gedanken herum.
Dies mal ist sie ganz gestorben. Ohne wieder in das Leben hineinzutreten.

Ganz anders. 
Es war einen Tod voller Frieden, Ruhe und Liebe.
Einen Tod, wo wir Rose erreichen konnten uns sie bis zum letzter Minute folgen konnten. 
Auge zur Auge, Herz zur Herz, einen Kuss an ihren Stirn, einen Hand um ihre Hand herum.
Wir alle 4 miteinander. So voller Trauer. 
Jetzt ist es. Und wir wissen es. Du warst so tüchtig. Wir lieben dich. Und bis zum letzt war sie bei uns mit einen klaren Blick. 

Und dann war sie weg. 
Einen Schritt hat sie zur Seite genommen.
Im Tal der Finsternis.
Wir sahen nicht, wer sie abgeholt hat oder ob sie selber gegangen ist. 
Auf den Weg zum Sommerfeld, wo sie sich zum schlafen gelegt hat und wo die Sonne nicht brennt. 
Wo die Eksistenz einen anderen Form in einen anderen Zeit hat. Wo sie getragen wird, wenn wir sie nicht länger erreichen können um sie zu tragen.
Wo wir sie vermissen, aber sie selber merkt die Sehnsucht nicht, weil die Zeit nicht ist.

Daher, heute und morgen sind Tagen wo Roses Leben und Tod einander über Zeit durchqueren: Das Herzstillstand mit Chaos und Horror 3 Jahren her und der Tod im Frieden 2 Monaten her.
Tagen die im Gegensatz zu einander stehen.

Morgen werde ich Rose eine Blume bringen. 

fredag den 13. juni 2014

Moving on


Ich möchte gerne dieser kleiner Film mit euch teilen: Moving on, von Ainslie Henderson.
Ein kleiner Meisterwerk über Trauer und Loslassen.

mandag den 9. juni 2014

Der Gefühl vom Verlust

Als ich unser erste Tochter zur Welt brachte, habe ich sie als erstes gesagt: "Es war gut, dass du gekommen bist”.
Am selben Abend war ich so voller Babygeruch, Eindrücke, Seidenhaut, Freude, Überwältigung, Ehrfurcht, Grossartigkeit. 
Und von einen Punkt tief in meine Seele war es mir klar, dass wenn ich sie jetzt verlieren würde.... wäre ihre Leben, obwohl kurz, immer noch sinnvoll gewesen. 

Als wir unser zweites Kind bekommen haben, habe ich es auch gesagt. Und es kam vom selben Ort in mir. 
Aber mit viel Unruhe, denn zu welsches Leben haben wir sie Eingeladen? In vielen Weisen war sie hier auf Trotz.

Unterwegs im Leben mit ihr, habe ich halt nicht dieses finden können, dass egal ob sie jetz kurz oder lang hier wäre, würde es einen Sinn geben dass sie hier war....

Es ist schwierig zu verstehen, dass ein Kind am Rande der Grabe geboren wird. Es ist schwierig den ganzen Füllstof vorbeizusehen, wenn du mitten drinn stehst, mitten in all das was um sie herum war. Am schwierigsten war es, dass sie als 3-Jährige wieder ganz von vorne anfangen musste.

Ich habe nicht irgendwie Schuldgefühle oder schäme mich, dass die Gefühle gegenüber meine jüngste Tochter komplizierter sind als die gegenüber meine älteste Tochter. 
Es ist ein Erkennen, dass das Zusammenleben mit unser wunderbaren Tochter auch viele dunkle Schatten hatte.

Aber gerade heute, und sicher hat mir dabei Gesprächen mit Freunden und die Bilder dazu beigetragen, gerade heute, in der Abenddämmerung und für einen Augenblick war ich dort an diese Stelle: dort wo es OK war. 
Für einen Augenblick hat es Sinn gegeben und ja, es war gut, dass sie hier war.

Vielleicht erste kleine Schritt im Richtung einer Herzenüberzeugung und einen Gefühl dass das Leben ihrer wirklich Recht und Würdig war. 
Dieses Gefühl die beim ersten so viel leichter ist!

onsdag den 14. maj 2014

Abdruck in der Luft

Die Bilder, die wir von den Mädels die letzten Wochen aufgenommen haben, sind so voller Leben und Freude.
Auch wenn ich finde, dass wir wenige Bilder aufgenommen haben. Wenige Filme.
Aber auf denen die wir haben, gibt es Leben, Erlebnisse, Regenwetter, Freude, Faulenzen, Alltag. Kleinigkeiten.

Wenn ich alte Filmaufnehmungen sehe... also solsche die 2-3 Jahre alt sind, dann sehe ich, ich hatte damals mehr Energie wie ich in die letzter Zeit hatte.
In den letzten Monaten haben Gedanken in mir herumgespielt: habe ich die Kraft das Leben mit Rose so fortzusetzen?
Es waren schwierige Gedanken.

Und ich bin wohl nie zu einem klaren Ergebnis gekommen.
Nur eine langsame herangeschleichende Unruhe, dass ich es demnächst mit... irgendjemand... Jacob.... ich....aussprechen müsste... Irgendwann....

Wenn ich jetzt ein Bild von Rose sehe, bin ich erstaunt, wie flüchtig es ist. Sie war hier. Jetzt ist sie nicht hier.
Wie ein Abdruck in der Luft.
Ihr Geruch ist weg.
Ich drücke ihr Kissen. Aber es ist das Kissen. Nicht sie.

Es ist so schwierig sie wieder herzurufen.




torsdag den 24. april 2014

Wenn man fotografieren möchte

Es ist so merkwürdig, dass die Bildern die wir von Rose aufgenommen haben, sind die Bilder die wir je aufnehmen werden. 
Es gibt keine neue Bildern, keines neues Lächeln, keine neue Erfolgnissen - nichts neues das wir fotografieren können. 
Keine weitere Aufnehmungen  wie sie redet, ihre Ausdrücke, ihre Bewegungen oder ihre Entwicklungen. 
Ich verstehe es nicht ganz. 
Denn es muss ja etwas geben das ich fotografieren kann...

Am Bett unsere verstorbenen Tochters

Sein verstorbenen Kind zu Hause zu haben, ist ganz besonders. 
So viele Leute schauen vorbei, auch Kinder. 
Es tut uns mitten in das Schwere so gut.
Und wir reden mit Rose und sagen: 
Rose, jetzt gehen wir für einen Augenblick.
Und wir küssen sie auf den Mund.
Und wir denken, dass sie noch atmet.
Und wir etzählen
 die Gutenachtgeschichte, die sie am meisten liebte. 
Und weinen.
Und streichlen sie.
Und versuchen ihren Duft zu finden.
Und wir schweige, reden mit ihr, reden über ihr. 
Weinen. 
Vermissen. 
Schon - und wie Verrückten vermissen wir.



Mama, ich kann nicht schlafen.

Ich denke, dass der Grund weshalb Lara darauf besteht, das wir alle drei mit einander ins Bett geht, ist, dass die Welt untergegangen ist und dies ist eine von den Wegen wo sie die Welt wieder herrichten kann.
So das machen wir dann.
Gehen alle gleichzeitig schlafen. In verschiedenen weisen schlafen wir ein: gestern ging es schnell, zwei Tagen her war es unmöglich, heute war so eine art Mischung. Und es kann auch unterschiedlich für uns sein. Dann kann ich schlafen und Jacob kann nicht.
Oder nach ein paar Stunden stehe ich wieder auf wenn ich aufwache oder Jacob tut das. 
Lara hat recht wenn sie sagt: Mama, ich kann nicht schlafen.

Damals - einen Augenblick her - eine Ewigkeit her, als Rose noch da war.... da hat sie das auch immer gesagt: Mama, ich kann nicht schlafen. Und nach einen Augenblick hat sie doch geschlafen. Und wir haben uns immer darüber amyziert.




Jetzt aber, die ersten Nächten ohne Rose, hat sie eine Stunde gekämpft, eineinhalb Stunde. Hat wirklich versucht und lag da mit die Augen zu und es hat überall gejuckt: im Gesicht, die Nase, die Ohren, am Hals, die ganze Körper. Und dann nahm es langsam ab und sie hat ruhiger geatmet und dann... ist sie wieder aufgewacht. Aals ich mich ein kleins bissele bewegt habe weil ich dachte: jetzt schläft sie wohl.
Und dann haben die Augen mir angeguckt.

Mama, ich kann nicht schlafen.
Lara, ich weiss es.

tirsdag den 22. april 2014

Ich bin müde und gehe zur Ruh

Ostern im Krankenhaus Rigshospitalet
Christus ist auferstanden!

Samstag unterwegs im Fælledparken.
Veschrieben vom Arzt: Sonnenschein, Luft, Geräusche und Eindrücke spielender Kinder.

Magst du es hier, Rose?
Jaaaa kam es auf Rose-Art, lang und ehrlich. Mit einem Lächeln das mich gefreut hat.
Aber auch still. Und müde...
Später hat sie gemütlich mit ihren Arm an den Augen herumgespielt, im Rollstuhl.
Und dann hat sie vor Peter Beier Chokolade in Østerbro eine mir unbekannte Melodie gesummt.
Ich habe nie Rose summen gehört! Deshalb habe ich es wohl gemerkt.

Habe sie wieder auf 4144 zum schlafen gebracht
dort wo Kinder mit Herzerkrankungen hinkommen.
Ihr Herz hat diesen fantastischen dukdukdukduk.
Der Laut des Lebens.
So lange war es her, seit ich mir diesen Laut bewusst angehört habe.
Aber ich habe es gemerkt
Mit meiner Hand auf ihrer  Brust.

Gestern ist es verschwunden.

Gestern haben wir unser Blume verloren: die starkste, die schönste Blume, die Blume die von allen Blumen am meistens gekämft hat.

Um 10.20 haben wir sie verloren.

Wir sind da gewesen.
Alle miteinander.
Lara hat es geschafft.
Ist fröhlich zur Tür reingekommen: Wie geht es Rose?
Hat ihr die Stoffgiraffe gegeben.

Kam hianauf in das Bett.
Lara, Rose kann nicht lange leben!
Rose mit ihrem Adda fragte nach Lara.
Schwach.
Jacob und Oma haben es gehört.
Und Rose hat zum letzten mal geatmet. Zwei mal.

Dukdukdukdukduk
Ruhe.
Wir haben es kaum gespürt.
Und doch.
Die Bewegungen verschwanden.
Das Lächeln wurde anders.
Sie war wo anders.
Sie ist wo anders.

Trauer ist eingezogen.
Sie schläft bei uns. 
In diesen Nächten schläft sie zu Hause.
Aber morgen zieht sie von zu Hause aus.
Viel zu früh.

Danke. Weil du warst. Mit alles.