fredag den 13. juni 2014

Moving on


Ich möchte gerne dieser kleiner Film mit euch teilen: Moving on, von Ainslie Henderson.
Ein kleiner Meisterwerk über Trauer und Loslassen.

mandag den 9. juni 2014

Der Gefühl vom Verlust

Als ich unser erste Tochter zur Welt brachte, habe ich sie als erstes gesagt: "Es war gut, dass du gekommen bist”.
Am selben Abend war ich so voller Babygeruch, Eindrücke, Seidenhaut, Freude, Überwältigung, Ehrfurcht, Grossartigkeit. 
Und von einen Punkt tief in meine Seele war es mir klar, dass wenn ich sie jetzt verlieren würde.... wäre ihre Leben, obwohl kurz, immer noch sinnvoll gewesen. 

Als wir unser zweites Kind bekommen haben, habe ich es auch gesagt. Und es kam vom selben Ort in mir. 
Aber mit viel Unruhe, denn zu welsches Leben haben wir sie Eingeladen? In vielen Weisen war sie hier auf Trotz.

Unterwegs im Leben mit ihr, habe ich halt nicht dieses finden können, dass egal ob sie jetz kurz oder lang hier wäre, würde es einen Sinn geben dass sie hier war....

Es ist schwierig zu verstehen, dass ein Kind am Rande der Grabe geboren wird. Es ist schwierig den ganzen Füllstof vorbeizusehen, wenn du mitten drinn stehst, mitten in all das was um sie herum war. Am schwierigsten war es, dass sie als 3-Jährige wieder ganz von vorne anfangen musste.

Ich habe nicht irgendwie Schuldgefühle oder schäme mich, dass die Gefühle gegenüber meine jüngste Tochter komplizierter sind als die gegenüber meine älteste Tochter. 
Es ist ein Erkennen, dass das Zusammenleben mit unser wunderbaren Tochter auch viele dunkle Schatten hatte.

Aber gerade heute, und sicher hat mir dabei Gesprächen mit Freunden und die Bilder dazu beigetragen, gerade heute, in der Abenddämmerung und für einen Augenblick war ich dort an diese Stelle: dort wo es OK war. 
Für einen Augenblick hat es Sinn gegeben und ja, es war gut, dass sie hier war.

Vielleicht erste kleine Schritt im Richtung einer Herzenüberzeugung und einen Gefühl dass das Leben ihrer wirklich Recht und Würdig war. 
Dieses Gefühl die beim ersten so viel leichter ist!

Ein Fotografie von ein Todes Kind

Gestern habe ich ein Foto von Rose gesehen.
Ihre geschlossenen Augen und die Nase.
Das eine Auge war wegen das Licht verschwommen,
das andere war ganz deutlich.
Ganz, ganz nahe wurde es aufgenommen.
Ihre feine lange Augenwimpern. 
Kleine Farbnuancen und farblichen Unterschieden im Haut.
So hübsch ist sie auf dieses Bild.
Ich habe Lust ihre Backen zu streicheln.
Sie zu küssen.

Aber, wenn jetzt andere Menschen dieses Bild sehen... 
Werden sie dann auch finden, dass sie hübsch ist?
Oder werden sie sich zurückziehen?
Denn das Leben hat sie auf das Foto verlassen...

Nun, ich bin ihre Mama.

Und ich sehe viel mehr als der Tod in dieses Bild.