søndag den 8. marts 2015

Erinnerungen in einem Sonnenstreifen


Kleines Mädchen, du hast geliebt, geküsst zu werden, herumzutoben und blödsinn zu machen.
Kleines Mädchen, du warst so stolz, wenn wir sagten: du bist die beste, Umarmungen zu geben. Denn das warst du!

Lange her, als du zwei warst, kamst du mit kleinen schnellen Schritten und wollte hinauf und hast die beste, wärmste und liebevollste Umarmung in der ganzen Welt geliefert. 
Du konntest das wieder in dein letztes Lebensjahr: das Umarmen.
Aber ohne die gleiche Kraft wie damals. 
Trotz steife Armen und mit zu wenig Kraft, war ich nie im Zweifel, dass du der Weltmeister von Umarmungen warst!
Und Küssen! Mit offenen Mund und mit Mundwasser.
Du hast gelacht.
Und dein AHMM, als wir über's Essen geredet haben. Und dabei hat dir schon alleine die Gedanke über's Essen geschmeckt. 

Wenn wir heute über dir reden, dann erinnere ich mich am schnellsten an dieses AHMM! Ich kann es noch hören: AHMM!
War aber der Ton nicht ein bisschen schneller? War der Druck nicht ein bisschen anders?

Erste Mal, als ich entdeckte, du konntest wieder sehen. Oder der Augenblick, als ich dachte: wenn jemand wieder das Gehen lernen wird, dann wird es dich sein. Ich weiss noch wo ich war und was du mit deinem Körper gemacht hast, damit ich wieder gewagt habe ganz wild zu träumen.

Erinnerungen sind zu flüchtig. Man glaubt man hat sie. 
Dennoch entfernen sie sich.
Nicht mit bastanten Schritte, gewaltige Geraüsche oder Türen zusammenschlagen.
Sie treiben halt weg.
Federleicht. Man bemerkt es kaum.
Sie treiben weg und sie treiben hinein.
Hinein in das Herzkämmerle,  dort in der Seele wo die Erinnerungen unscheinbar vorkommen. Undeutlicher als sie damals waren, als der Geliebte noch da war. 

Dort wo sie von der Körper deutlich und undeutlich erinnert werden.
Wie ein Atmen im Luft, ein schwacher Nachschein, ein Schatten,
von etwas wertvolles, etwas was man nicht verlieren möchte.
Unmöglich festzuhalten.

Als wenn man versucht
die Staubkörner in einem Frühlingssonnenstreifen
festzuhalten.

fredag den 6. marts 2015

Pressefoto des Jares 2014 in Dänemark

Ich möchte gerne der Fotojournalist Martin Lehmann gratuliere, der heute in Kopenhagen zwei Preisen gewonnen hat. 
Beide Preise gewinnt er für das Bild von unser Tochter Rose: das Reportagefoto des Jahres und das Pressefoto des Jahres  2014.

Das Bild zeigt unser 5½ Jährige Tochter Rose, die Tod in ihren Bett bei uns zu hause liegt. Unser älteste Tochter, eine Freundin und zwei Grosskusengs stehen an ihr Bett und wollen sehen wie sie aussieht und wie ihre Augen aussehen. 



Es war heute ein Tag mit vielen Eindrücken von der Ernennung von dem Pressefoto des Jahres 2014. Martin Lehmann hat mit ein und dem selben Bild sowohl das Reportagefoto des Jahres und das Pressefoto des Jahres gewonnen. 

So viele Menschen haben gesagt, dass das Bild einen unauslösliches Eindruck auf sie gemacht hat. Ja, überhaupt alle die Bildern und die Erzählungen von Rose die durch den Jahren gemacht worden sind. 

Die Bilder, die Martin Lehmann von Rose durch den Jahren aufgenommen hat, wurde aus den Wunsch geboren, zu mindest ein gutes Bild von unser Tochter zu haben. 
Als ich mit ihr Schwanger war, wussten wir nur, dass sie einen von den schwersten mitgeborenen kronischen Herzfehlern hatte. Wir wussten auch, sie konnte früh sterben. 
Und da wir schon damals Martin durch mein Arbeit kannten, haben wir ihn gefragt, ob er dieses Bild von Rose machen wollte, nachdem sie geboren wurde. 
Dieses einen Bild hat mehrere mit sich gebracht und Martin hat uns in Zeiten mit rauf-und-runter in Roses Leben gefolgt. Und hat dabei eben Bilder aufgenommen. 

An den Tag wo Rose gestorben ist, haben wir sie mit nach hause in unser Wohnung genommen. Dort lag sie zwei Tagen und Freunden und Verwandten hatten die Möglichkeit sie ein letztes Mal zu sehen und ade zu sagen. Auch Martin. - Und Martin hat ja halt immer sein Fotoapparat dabei.

Es gibt einige, die wundern sich, weshalb wir das Bild mit Rose veröffentlichen. Das Bild, wo sie im Bett liegt und die anderen Kindern dabei stehen und sie berühren. 
Es ist OK, sich zu wundern.  

Dazu möchte ich sagen, dass dieses für mich nur ein Augenblick von vielen ist. 
Mit Rose gab es so viele Augenblicke: als sie geboren wurde, als sie mit Lara blödsinn machte und ihr in der Nase gebissen hat, als sie versucht hat hupfen zu lernen, als sie lange Spazierengänge gemacht hat mit schweren Pusten. 
Oder wenn sie ihr Medizin vor den OP's bekommen hat und deshalb ziemlich besoffen war aber auch sehr lustig! Oder als sie ihr Herzversagen hatte und wir nicht wussten wohin und mit was. Oder wenn sie wieder ihr Land zurückerobert hat und eines Tages mit dem Finger auf den Bär zeigen konnten weil sie wieder sehen konnte. Oder als sie ein anderen Tag ihr 'a' in einen 'o' geändert hat und 'Mor' (in dänisch = Mama) gesagt hat anstatt 'Ma'. 

Es sind alle Augenblicke die es in dieses Bild gibt. 
Und alle diese Augenblicke sehe ich drinn. 

Aber selbstverständlich sehe ich auch, dass mein kleines Mädchen so Nahe an den anderen Mädels ist, aber mit alles zu Unterschied: die eine befindet sich in dem Tod, die anderen befinden sich im Leben. 

Aber immer noch, ich finde sie hübsch. 
Unfassbar hübsch.

torsdag den 19. februar 2015

New York Times

Damals im Frühjah 2008, als wir eher eine Diagnose als ein Kind erwarteten, mussten wir uns die Frage Abtreibung contra Gebuhrt überlegen, und ein Teil davon war unser Wunsch unser Baby einen ganzen Mensch werden zu lassen: mit Haut und Haare, mit Duft und Persöhnlichkeit und unser Kind in den Armen zu bekommen. Ihr dadurch Gutentag zu sagen und vielleicht auch einen viel zu frühen Auf Wiedersehen sagen zu müssen. 

In den Tagen nach der Diagnose habe ich gefürchtet, dass unser Kind ganz blau und Atemlos zur Welt kommen würde, dass sie ihr Luft im Angst und mit flatternen Armen einholen würde und dass sie mit einem Geschrei plötzlich sterben würde. 
Einen meiner ersten Fragen zu unser Herzkrankenschwester wenigen Wochen nach der Diagnose war: wird sie wie einen Monster aussehen wenn sie geboren wird?

Ich denke es gibt sie überall: die Erzählungen in jeder Familie über Tragödien worüber man ungerne redet: die Tod eines Mutters, eine Ehe der auf den Weg nach unten ist, Abtreibungen von denen nur wenige wissen, verschiedenen Krankheiten die irgendwie nicht dazu passt...
Bei mir kamen sie in den Wochen und Monaten nach der Diagnose von unser Baby: da habe ich die Erzälungen von frühen Kindertodesfälle und Abtreibungen anderen gehört, worüber sonst so wenig gesprochen wurde. Und in mein eigener Kindheit wurde auch nur wenig von der Tod meiner Mutter gesprochen. 

Das Leben unsere Baby konnte noch so einen unerzähltes Geschichte werden: Für uns und für anderen. Es wäre leichter sie zu vergessen, denn viele wüssten gar nicht da ich Schwanger war. Leichter - viellecht jetzt und hier.... aber auf der Dauer nicht, so dachte ich und darüber haben wir geredet.

Dies war einen Teil unsere Überlegungen und weshalb wir uns damals beschlossen haben, sie nicht abzutreiben. Wir wollten sie sehen und mit ihr leben, auch wenn das Leben kurz wurde. Und das Leben wäre das wert.

Und bei dem schlauen Spiel von Zufälligkeiten haben wir Martin Lehmann dazu eingeladen einen Bild zu machen. Und aus dieses einen Bild kamen vielen.
Und seither ist Roses Geschichte mehr mals erzählt worden. 
Und heute noch einmal.
Dies mal in International New York Times photoblog Lens
Rena Silverman erzählt die Geschichte.
Uhhh ich habe Schmetterlingen im Bauch.